Chancen für Kinder im Alltag e. V.    

Logistikzentrum spendete

Spenden in Höhe von jeweils 1000 Euro erhielten der Verein ChaKA (Chancen für Kinder im Alltag) und der Förderverein „Freunde der Hafenschule“ vom Logistikzentrum der Bundeswehr in Wilhelmshaven. Bei einer  Weihnachtsfeier, zu der alle Soldaten und zivilen Mitarbeiter eingeladen waren, war der Betrag zusammengekommen. Das Bild zeigt die Übergabe in der Grundund Förderschule mit (v.li.) Michael Fikus, Schulleiter  der Hafenschule, Marianne Janss und Doris Böhling (ChaKA), Oberst Holger Draber, der Leiter Logistik des Logistikzentrums, und der ChaKA-Vorsitzenden Christa Marxfeld-Paluszak.

Bei Kinderarmut nicht tatenlos bleiben

In zehn Jahren Chaka sind Spenden in Höhe von 300 000 Euro zusammengekommen. Der Verein will sich weiterhin gegen Kinderarmut und für Chancengleichheit stark machen.


VON STEPHAN GIESERS
WILHELMSHAVEN Kinderarmut mitten in Deutschland – selbst in direkter Nachbarschaft: In keiner anderen Stadt in Niedersachsen sind so viele Kinder und Jugendliche betroffen wie in Wilhelmshaven. Das ergab zuletzt eine Studie der
Bertelsmann-Stiftung. Für Christa Marxfeld-Paluszak ist das immer noch schwer zu begreifen. Die Wilhelmshavener Künstlerin ist Vorsitzende des Vereins „Chaka – Chancen für Kinder im Alltag“ und hat schon viele Familien kennengelernt, die am Existenzminimum leben. „Bei Kinderarmut darf keiner tatenlos bleiben“, sagt sie. Für die Wilhelmshavenerin war das der Auslöser für die Gründung des Vereins, der in diesem Jahr zehn Jahre besteht.
Immer noch mit dem Ziel, die Lebensverhältnisse sozial schwacher Kinder zu verbessern und damit zur Chancengleichheit beizutragen. Das Jubiläum ist für Marxfeld-Paluszak und den gesamten Vorstand Grund zum Feiern – wenn auch mit gemischten Gefühlen. „Natürlich wäre uns lieber, wenn es den Verein gar nicht geben müsste“, sagt die stellvertretende Vorsitzende Marianne Janss, ebenfalls Gründungsmitglied. Stattdessen sei der Bedarf in den vergangenen Jahren sogar noch
größer geworden. „Um so wichtiger ist es, immer wieder auf das Thema Kinderarmut aufmerksam zu machen“, sagt Janss.
Dabei unterstützt Chaka nicht nur Kinder aus Familien, die Leistungen von der Arbeitsagentur oder dem Jobcenter beziehen. „Viele Alleinerziehende oder Familien mit mehreren Kindern leben oft gerade so an der Grenze.“ 900 Schulranzen hat der
Verein inzwischen bezahlt und an Schulanfänger übergeben. Für Marxfeld-Paluszak jedes Jahr ein besonderes Erlebnis, wenn sich die Kinder über ihren neuen Ranzen freuen. Zudem bezahlt Chaka Winterjacken und Schuhe, finanziert Bücherkisten für
Kindergärten, Schwimmkurse für Vorschulkinder, Klassenfahrten, Museumsbesuche, Frühstück und Mittagessen in Schulen und Kitas. Zuletzt übergab der Verein 206 Winterjacken im Wert von über 9000 Euro an zwölf Wilhelmshavener  Kindertagesstätten. Durch Spenden werden außerdem Einzelförderungen in Musik, Sprache und Sport ermöglicht.
Ohne die vielen Spender seien diese Aktionen nicht möglich, sagt die Vorsitzende. Gut 300 000 Euro sind in den
vergangenen Jahren sozial benachteiligten Kindern zugute gekommen. Und immer wieder ist die Vorsitzende überwältigt – vor allem, wenn Kinder den Verein unterstützen, zum Beispiel mit Sponsorenläufen an ihren Schulen. Und dann waren da noch Kinder, die auf Geburtstagsgeschenke verzichtet und ihre Gäste ge
beten haben, stattdessen an Chaka zu spenden, erinnert
sich Marxfeld-Paluszak.

Den Schritt zur Vereinsgründung hat die Wilhelmshavenerin nie bereut. Schlüsselerlebnis war schon im September 2006 eine Veranstaltung mit Dr. Antje Richter von der Landesvereinigung für Gesundheit Niedersachsen. Es ging um Kinderarmut. Kurz
zuvor hatte Marxfeld-Paluszak einen Vortag des Kriminologen Prof. Dr. Christian Pfeiffer an der Integrierten Gesamtschule gehört. „Das alles hat mich tief erschüttert, und
ich wollte nicht tatenlos wegschauen“, sagt die Wilhelmshavenerin. Marianne Janss erging es ähnlich: „Die Veranstaltung im Pumpwerk hat mich damals motiviert, etwas gegen Kinderarmut zu  unternehmen.“
In ihren Bildern verarbeitete Marxfeld-Paluszak zunächst das Thema. Dann ging alles ganz schnell: Aus der künstlerischen Umsetzung entwickelte sich ein Gemeinschaftsprojekt mit der Sezession Nordwest, der Volkshochschule Wilhelmshaven,
der Polizei, dem Jugendamt
und Gesundheitsamt. Kindergärten, Schulen und viele weitere Institutionen beteiligten sich. Veranstaltungen und eine Ausstellung von Marxfeld-Paluszak folgten. Eine Eintagsfliege sollte die Aktion auf keinen Fall sein. Im Februar 2008 gründete sich auf Initiative des Arbeitskreises „Kinderarmut“ der gemeinnützige Verein. Neben Marxfeld-Paluszak und Janss zählen heute drei Frauen zum Vorstand. Allesamt sind schon lange aktiv in den Bereichen Bildung, Migrationsberatung, Kunst und Finanzen. Der Vorteil: Über bestehende und neue Kontakte können sie Kindern zur Teilhabe an Sport, Bildung und Freizeitangeboten verhelfen. Und noch eine Aufgabe will Chaka weiterhin übernehmen: Den Finger immer wieder in die Wunde legen. „Über Kinderarmut wird nicht gerne gesprochen“, sagt Janss. Erst recht nicht in einem reichen Land wie Deutschland. „Deshalb müssen wir immer wieder dafür sensibilisieren“.

FEIER „10 JAHRE CHAKA“ AM 1. MÄRZ 2018
Der Verein Chaka feiert am 1. März sein zehnjähriges Bestehen mit vielen Gästen und einem bunten Programm. Schirmherr ist
Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies aus Sande. Beginn ist um 19 Uhr im Pumpwerk, Banter Deich 1a. Der Eintritt ist frei.

Am Programm beteiligen sich unter anderem Kinder der Klasse 5d des neuen Gymnasiums Wilhelmshaven. Carola Schede wird die Veranstaltung moderieren und Leiterinnen von Kindertagesstätten interviewen. Franz Schede, Reiner Wojke und Magy da Silva sorgen für Musik.

10 Jahre ChaKA

Einladung
„10 Jahre ChaKA“
am 01. März 2018 um 19 Uhr im PUMPWERK
Schirmherrschaft: Minister Olaf Lies
Moderation Carola Schede

Franz Schede, Piano
Reiner Wojke, Saxophon
Magy da Silva, Gesang

Beteiligung: Klasse 5d Neues Gymnasium Wilhelmshaven
Interviews mit KiTa-Leiterinnen

Eintritt frei

Windsurfing Club Jade spendete 1050 Euro


Eine Spende von 1050 Euro übergab jetzt der Windsurfing Club Jade (WCJ) bei seiner Jahreshauptversammlung an den Verein ChaKA. Die gefahrenen Kilometer bei den fünf Veranstaltungen der diesjährigen „WCJ Endurance Surf Trophy“ wurden von der Nord-West Oelleitung GmbH (NWO) in Euro umgewandelt und vom WCJ an ChaKA gespendet. ChaKA steht für „Chancen für Kinder im Alltag“. Der Verein versteht sich als Ergänzung zum Jugendamt und hilft bei allem, was durch das Amt nicht abgedeckt werden kann. Auf dem Foto (v. li.): Björn Niemeyer (WCJ), Alexander Lange (WCJ), Christa Marxfeld-Palvszak (ChaKA), Markus Brudek (WCJ), Doris Böhling (ChaKa), Peer Mühlena (WCJ), Axel Wegner (WCJ), Nina Endelmann (NWO), Uwe Bitter (NWO und Kontaktmann zum WCJ) und Lasse Brudek (WCJ). WZ-Foto: Lübbe

206 Winterjacken

206 Winterjacken im Wert von über 9000 Euro wurden jetzt an zwölf Wilhelmshavener Kindertagesstätten verteilt. Der Verein ChaKA – Chancen für Kinder im Alltag – hatte die Spenden für die Aktion gesammelt und mit Cornelia Höche (Mitte), Geschäftsführerin der Firma Caribou Shop in Jever und Rieker in Wilhelmshaven, eine geeignete Partnerin gefunden. Christa Marxfeld-Paluszak (re.) und Marianne Janss (li.) von ChaKA wiesen noch mal ausdrücklich darauf hin, dass jedes 5. Kind in Deutschland von Armut bedroht ist. Die Jacken werden nach Absprache mit den Kindertagesstätten verteilt. WZ-Foto: Lübbe

ChaKA erhält 1000 Euro vom Serviceclub Soroptimist


Täglich werden Ehrenamtliche unterschiedlichster Organisationen in der Jadestadt mit Armut konfrontiert. Mit den Spenden können zahlreiche ihrer Projekte weiter finanziert werden.Insgesamt 11 300 Euro hat der Serviceclub Soroptimist Wilhelmshaven gestern zwölf verschiedenen, hauptsächlich ehrenamtlichen, Institutionen und Organisationen mit einem Scheck symbolisch überreicht. In den Genuss der Geldspenden kommt der Förderverein „Information für alle“ der Stadtbibliothek, der Freundeskreis Botanischer Garten, der Ambulante Hospizdienst, der Kinderschutzbund, das AWO Kinder-und Frauenhaus, der Jadeboxring, das Jugendzentrum Point sowie der Verein Schlüsselblume, der Altenbesuchsdienst der Stadt, die Wilhelmshavener Tafel, Chaka und das Kinderhaus Nepal. Zusammengekommen ist das Geld unter anderem durch Kuchenverkäufe zum Wochenende an der Jade und während des Kulturkarussells.

Oberschule Sande spendete


3444 Euro hat die Oberschule Sande gestern jeweils zu gleichen Teilen an den Verein ChaKa – Chancen für Kinder im Alltag e.V.
(Wilhelmshaven) und an den Förderverein der Schule übergeben. Es handelt sich um den Erlös des Spendenlaufs der Schüler rund um den Sander See. ChaKa unterstützt Kinder aus sozial schwachen Familien. Der Verein will mit dem Geld unter anderem Winterjacken kaufen. Das Foto zeigt im Hintergrund die Schüler der Oberschule und vorn die Klasse 7.2. als beste Spendenklasse mit Nicole Oldenburger (6.von links), Vorsitzende des Fördervereins, Jonas Faßbinder als bester Spendensammler Klasse 7.2. (7. von links), Christa Marxfeld-Paluszak (10. von links) von ChaKa sowie (von rechts) die Orga-Lehrerinnen Janine Schütte und Louisa Siefener. WZ-Foto: Lübbe

50 Jahre Malereibetrieb Jacobs: 1500 Euro für ChaKA

Seit 50 Jahren gibt es den Malereibetrieb Jacobs am Krabbenweg 21 im Stadtnorden von Wilhelmshaven. Bei der Feier zum Firmenjubiläum spendeten Geschäftspartner, Freunde und Mitarbeiter des Betriebes für einen guten Zweck.
Jetzt konnten 1500 Euro an den Verein ChaKA (Chancen für Kinder im Alltag) übergeben werden. Im Bild von links: Christa Marxfeld-Paluszak (Vorsitzende von ChaKA), HansWerner Jacobs (Seniorchef), Alina Jacobs (Enkelin), Gisela Jacobs (Seniorchefin) und Marianne Janss (ChaKA). WZ-Foto: Lübbe

Exkursion ins Wattenmeer-Besucherzentrum

Kleine Forscher erkundeten jetzt die Tierwelt des Wattenmeeres. Die Klasse 4c der Grundschule Stadtmitte unternahm eine dreistündige Exkursion zum Südstrand. Anschließend nahmen sie im Labor des Wattenmeer-Besucherzentrums ihre Funde unter die
Lupe. Sie waren die erste Klasse, der ein Bildungsprojekt des Vereins „Chancen für Kinder im Alltag“ den Besuch im Wattenmeer-Besucherzentrum ermöglichte. Das Foto zeigt die Kinder mit (von links) Elke Richter-Schnieder (Wattenmeer-Besucherzentrum), Chaka-Vorsitzende Christa Marxfeld-Paluszak und Lehrerin Inga Schollenberger. WZ-FOTO: GABRIEL-JÜRGENS

Übung für den Zusammenhalt

Verein ChaKA unterstützt Präventions-Workshop – Kinder thematisieren ihre Ängste

VON BETTINA MARTIN. Landesbühnen-Theaterpädagoge Frank Fuhrmann zeigte den Kindern das Stadttheater und die Werkstätten. Danach ging es für die Drittklässler selbst auf die Probebühne.
Im Halbkreis sitzen die Mädchen und Jungen der Klasse 3a der katholischen Grundschule St. Martin auf der Probebühne der Landesbühne und recken die Finger in die Luft. In der Aufgabe, die Theaterpädagoge Frank Fuhrmann gestellt hat, sollen die Kinder bildlich Sportarten darstellen. Jeder hat eine Idee. Da findet sich eine Turnerin, ein Tennisspieler, ein Boxer
und ein Segler. Der Workshop von Frank Fuhrmann richtet sich an die dritten Klassen in der Stadt und wurde vom Verein „ChaKA – Chancen für Kinder im Alltag“ gefördert. Elf Klassen haben das Angebot wahrgenommen. Und die Kinder haben sichtlich Spaß an den Übungen, die Fuhrmann mit ihnen unternimmt.

Der Theaterpädagoge stellt den jungen Segler in die Mitte des Raumes. „Was fällt euch zu dem Thema ein?“, fragt er in die Runde. Meerjungfrauen, sagt ein Mädchen, läuft in die Mitte und legt sich mit gebührendem Abstand zum „Segelboot“ auf den Boden und spielt mit ihren Haaren herum. Dazu gesellen sich noch ein Schwimmer, ein Ruderboot, eine weitere Meerjungfrau, eine Schildkröte und noch einiges mehr.

Dem Exkurs auf der Probebühne ging ein Besuch im Stadttheater voran. Frank Fuhrmann zeigte den Schülern die Werkstätten und machte deutlich, dass mehr als hundert Menschen für Wilhelmshaven Theater machen. Fuhrmann will mit seinem Workshop etwas in Bewegung bringen. Er mache mit den Kindern Wahrnehmungs- und Kooperationsübungen, die Kinder sollten viel miteinander sprechen, der Austausch steht im Vordergrund. Dabei geht es auch um Themen wie Ängste.

Fuhrmann setzt einen Jungen auf einen Stuhl und formt ihn in bestimmte Posen und Gesichtsausdrücke. Ängstlich sieht er aus. Ein anderer Junge bildet den Gegenpart, steht ihm gegenüber und schaut sehr böse. Hinter dem Bild steht die Geschichte eines Vaters, der mit seinem Sohn schimpft, weil dieser mal wieder nicht die Hausaufgaben für die Schule gemacht hat. Nach diesem Beispiel sollen die Drittklässler eigene Beispiele für Ängste finden. Da fällt den Kindern einiges ein. Ein Junge realisiert
den Alptraum, des Nachts von einem Vampir gebissen zu werden, ein Mädchen rettet sich indes vor einer großen Spinne auf einen Stuhl und ein Mädchen wird von einer Gruppe Räuber bedroht.

Frank Fuhrmann sieht in dieser Arbeit eine Bereicherung. Auch Christa Marxfeld-Paluszak und Elke Bents von ChaKA haben dem Workshop der 3a beigewohnt und sind entsprechend begeistert. Das Präventionsprojekt ist das erste dieser Art für die Altersklasse. Andere mit Fuhrmann hatten ältere Schüler im Fokus. Der Workshop kostet ChaKA pro Vormittag rund 200 Euro, dazu kommt der Bustransfer.

ChaKA-Spendenkonto

Spenden Sie bitte auf folgendes Konto:
Sparkasse Wilhelmshaven
IBAN: DE22 2825 0110 0003 1031 73
(BLZ: 282 501 10, Kto: 3103173)

Jeder Beitrag zählt!

ChaKA-Video

ChaKA hat ein kleines Werbevideo - teilt es und macht damit den ChaKA e.V. noch bekannter!

Aktuelles in Kürze

+++ Schulranzenübergabe für Schulanfänger am 23.05.2018 um 15 Uhr im Pumpwerk +++ JHV 5.4.18 - 18 Uhr Atelier Christa Marxfeld-Paluszak, Marktstr. 153 +++ Volksbank Jever spendete 1.000 Euro für Kinderwinterjacken - DANKE!

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